ZONTA Club Weinheim e.V.: Kuchenverkauf beim Weinheimer Herbst für guten Zweck

Backen für die Suchtberatung

Auch in diesem Jahr engagierte sich der ZONTA Club Weinheim e.V. erneut für die Suchtberatung e.V., Weinheim. Beim „Weinheimer Herbst“ verkauften die Zontian selbstgebackenen Kuchen in der Fußgängerzone. Rund 50 Kuchen und zahllose Tassen Kaffee fanden schnell Abnehmer. Mit dem Erlös des Verkaufs sowie Spenden, die anlässlich der Aktion eingingen, kamen 1 000 Euro zusammen. Dieser Betrag geht – einer guten Tradition entsprechend – an die Suchtberatung, eines der Projekte, die ZONTA Weinheim regelmäßig unterstützt.

Die Suchtberatung Weinheim wurde 1979 gegründet und hat bis Ende 2011 über 3 400 Patienten beraten, wenn es um Alkohol- oder Suchtprobleme geht, bei Medikamenten- oder Drogenabhängigkeit sowie bei Spiel- oder Esssucht. Ist (29.11.12)

Über ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk von ZONTA Weinheim freuten sich die Vertreter der Weinheimer Suchtberatung Wolfgang Lange (links), Eva Reiche (Mitte) sowie Heinz Schröder, Vorsitzender des Vereins Suchtberatung e.V.

Foto: Zonta

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ZONTA Club Weinheim e.V.: Siebtes Charity-Golfturnier erneut ein großer Erfolg – Vier soziale Projekte unterstützt

Strahlende Sieger auf allen Plätzen

Der Wettergott hatte am 14. Juli ein Einsehen mit allen Spielern und fleißigen Helfern beim 7. Charity-Golfturnier des ZONTA Club Weinheim e.V. auf der Anlage des Golfclubs Heddesheim Gut Neuzenhof. Während es Freitag und auch Sonntag immer wieder regnete, sorgte der trockene und teils sonnige, wenn auch windige Samstag, für gute Spielbedingungen. Rund 100 begeisterte Golfer aus der Metropolregion nutzten die Gelegenheit, auf Fairways und Greens einen schönen Tag zu verbringen und gleichzeitig Gutes zu tun.

Auch in diesem Jahr hatten sich die Mitglieder von ZONTA Weinheim einiges einfallen lassen, um allen Teilnehmern einen abwechslungsreichen Tag zu bereiten. So lockten ein Schätzspiel, einige Sonderpreise auf der Runde und eine Tombola mit hochwertigen Gewinnen. Auch für die Rundenverpflegung der Spieler war bestens gesorgt.

Gestartet wurde um 12.00 Uhr mit „Kanonenstart“ in Zweier-Teams über 18 Loch in den Vorgabeklassen A, B und C. Einen der Sonderpreise, den „Preis der ZONTA-Präsidentin“ durfte Hans Bach, GC Mannheim-Viernheim, von der amtierenden Präsidentin, Christiane Heck, entgegennehmen.

Doch nicht nur die Spieler freuten sich über ihre siegreichen Plätze. Auch die Zontian konnten sich als „Sieger“ fühlen. Durch Sponsorengelder sowie Spenden der Golferinnen und Golfer, durch den Einsatz von ZONTA Weinheim und nicht zuletzt durch die Bereitschaft des Golfclubs Heddesheim, seine Anlage einen Tag in den Dienst der guten Sache zu stellen, kam in diesem Jahr die Summe von rund 15 300 Euro zusammen.

Mit dem Erlös des Turniers werden ein internationales und drei regionale Projekte bedacht. Mit Hilfe des Projektes „Obstetric Fistula“, das über ZONTA International bedacht wird, sollen die perinatale Mütter- und Kindersterblichkeit in Liberia gesenkt und die Geburtsfistel eliminiert werden. Das Frauen- und Kinderschutzhaus Heckertstift Mannheim e.V., wird von der Spende unter anderem eine erlebnispädagogische Freizeit für traumatisierte Mütter und ihre Kinder organisieren. Im „Haus des Lebens Viernheim e.V.“, erhalten schwangere junge Frauen, die sich für ihr Kind entschieden haben, Betreuung und Unterstützung. Zum ersten Mal fördert ZONTA das Multikulturelle Frauentreffen e.V. in Heddesheim. Frauen aus elf Nationen finden hier Kontakte und gegenseitige Hilfe zur Integration. (WN19.07.12ist)

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Zonta Club Weinheim: Minister Dirk Niebel als Gast im Gespräch zu „Internationales Engagement“

„Ehrenamt ist eine Stütze“

Weinheim. „Der erste Schritt im weltweiten Kampf gegen die Armut ist leidenschaftliches Engagement.“ So formulierte es 1967 der amerikanische Bürgerrechtler Martin Luther King. „Sie füllen mit Ihrem Engagement diese Worte mit Leben und dafür danke ich Ihnen“, würdigte Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, den Einsatz von Zonta, einem weltweit agierenden Zusammenschluss von Frauen, die sich die Stärkung der Stellung von Frauen in sozialer, wirtschaftlicher und rechtlicher Hinsicht zur Aufgabe gemacht haben.
Auf Einladung des Zonta Clubs Weinheim sprach Niebel vor Vertretern weiterer Service-Clubs und karitativer Organisationen im Bürgersaal des Alten Rathauses zur „Neuausrichtung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit“. Zuvor hatte sich der Minister in das Goldene Buch der Stadt eingetragen. In ihrer Begrüßung äußerte Zonta-Präsidentin Martina Gasser den Wunsch: „Hilfe in der Not möge in der Welt nicht mehr notwendig sein.“ Dass es wohl bei einem Wunschtraum bleiben wird, räumte sie ein. Dennoch gelte es, Notlagen wahrzunehmen und nicht betreten wegzuschauen, sondern berührt zu sein und Dinge in Bewegung zu setzen.
Diese Möglichkeit bietet der 2012 von Niebels Ministerium geschaffene Service „Engagement Global“ für Entwicklungsinitiativen. „Das Ziel dieser zentralen Anlaufstelle für entwicklungspolitisches Handeln ist es, die Zusammenarbeit breiter in der Gesellschaft zu verankern“, erläuterte der Minister. Angebote von Organisationen, die in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind, werden hier gebündelt und von Niebels Ministerium finanziert. So können sich unter anderem Personen oder Gruppen zu entwicklungspolitischen Vorhaben beraten lassen, Schüler erfahren über Möglichkeiten sich mit „Weltwärts“ im Ausland zu engagieren. Senioren, die nach ihrer aktiven Berufstätigkeit Wissen weitergeben wollen, können über diesen Service vermittelt werden.

Reformen umsetzen

„Wir haben jetzt umgesetzt, was wir uns immer gewünscht haben“, betonte Niebel. Diese Anlaufstelle sei ein weiterer Punkt der Strukturreform des Ministeriums, die die Entwicklungszusammenarbeit nach Niebel Ausführungen „noch effektiver macht.“
Der erste Schritte der Reform war nach seiner Darstellung die über zwei Jahre dauernden Fusion der verschiedenen Entwicklungshilfeorganisationen. „Drei Regierungen vor uns haben sich die Zähne daran ausgebissen, wir haben es geschafft“, sagte Niebel.

Aus seiner Sicht könne mit diesen beiden Reformen die Entwicklungszusammenarbeit noch effektiver gemacht werden. „Ehrenamtliches Engagement ist eine wichtige Stütze der Gesellschaft. Zum einen können viele Projekte ohne dieses nicht realisiert werden, zum anderen bringt dieser Einsatz Freude und Befriedigung.“ Daher gelte es weitere „Zukunftsentwickler aus der Mitte der Gesellschaft“ zu gewinnen. Nach seiner Kenntnis engagieren sich bereits rund eine Millionen Bundesbürger in der Entwicklungszusammenarbeit. Rund 1800 Nichtregierungsorganisationen sind auf diesem Gebiet aktiv. Niebel dankte in diesem Zusammenhang ausdrücklich dem Engagement von Zonta International für ein „gutes Projekt“ in Liberia, der Vermeidung der sogenannten „Geburtsfistel“, bei der die Gebärmutter durch einen lange andauernden Geburtsvorgang perforiert wird. Folge: Hohe Mutter- und Kindsterblichkeit sowie Folgeerkrankungen, die häufig den Ausschluss der Frauen aus Familie und Gemeinschaft bedeuten. Rund zwei Millionen Frauen, insbesondere in Afrika, sind davon betroffen.
Dieses Projekt stellte Sigrid Duden, Repräsentantin von Zonta International für Südwestdeutschland vor. Seit 2008 unterstützt Zonta dieses Projekt mit inzwischen einer Million US-Dollar. „Eine Operation, um die Folgen der Geburtsfistel zur verhindern, kostet rund 300 Dollar und kann die Gesundheit der Frauen zu 90 Prozent wieder herstellen“, erklärte Duden. Auch die an diesem Abend gesammelten Spenden kommen dem Projekt zugute. (Ist 20.04.2012)

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ZONTA Club Weinheim e.V.: Zahlreiche Vertreter anderer Serviceclubs zu Gast beim jährlichen offenen Treffen – Vortrag zur Karriereplanung

Beruflicher Erfolg mit gutem Netzwerk

„Gut vernetzt zum Erfolg – Karrierestrategien (für Frauen) und die Bedeutung des Sozialkapitals“, zu diesem Thema referierte Prof. Dr. Ursina Boehm, Inhaberin des Lehrstuhls für „International Business“ an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Mannheim. Sie war Gastrednerin des jährlich stattfindenden „offenen Meetings“ vom ZONTA Club Weinheim e.V., zu dem die Zontian zahlreiche Gäste anderer weiblicher Service Clubs aus Weinheim und der Region begrüßen konnten.
Prof. Böhm studierte Wirtschaftsingenieurwesen und Elektrotechnik an der TU Darmstadt und begann 1989 ihre berufliche Laufbahn. In die Zeit von Studium und Promotion fielen verschiedene Praktika und Forschungsaufenthalte im Ausland. Nach leitenden Positionen in deutschen Unternehmen folgte unter anderem ein Auslandsaufenthalt in USA als Dozentin. Seit 2009 lehrt Boehm im Bereich International Business mit Schwerpunkt „Interkulturelles Management“.
„Aus der heutigen beruflichen Perspektive ist es notwendig, ein größeres Bewusstsein für Karriere und die Hindernisse, die sich in den Weg stellen können, zu entwickeln“, führte sie in ihrem Vortrag aus.

Sozialkapital
Der Begriff des „Sozialkapitals“ genießt in den Sozialwissenschaften seit den 1990er-Jahren eine hohe Popularität. Die Vortragende umschrieb diesen Begriff als „eine individuelle Ressource, die von den sozialen Beziehungen zu anderen Menschen bestimmt wird.“
Unternehmen bestehen heute aus unterschiedlichen Netzwerken, in die es gelte, sich einzubringen. Um Erfolg zu haben, sei es wichtig, grenzübergreifend zu arbeiten, Wissen weiterzugeben und Beziehungen zu pflegen. „Wen kenne ich, ist eine karriererelevante Frage“, erklärte Boehm. Dabei sei es für Frauen einfacher Netzwerke zu Frauen zu knüpfen, während Männer eher Verbindungen zu ihren Geschlechtsgenossen aufbauen.

Karriereplanung
Sie riet Frauen dazu, ihren Einsatz für Netzwerkaufbau und –pflege aufzuteilen. „Zum einen für expressive Ressourcen, also für Freundschaften zu Frauen, zum anderen für instrumentelle Ressourcen, d.h. für arbeitsbezogenen Quellen. Ihrer Erfahrung nach, gelte in den Führungsetagen noch immer: „Denk Manager – denk männlich“ Auf die Frage: „Was können Frauen tun?“, riet die Referentin: „Karriere planen, dauerhaft sehr gute Leistungen bringen, Zusatzaufgaben übernehmen, als Förderkandidatin erkannt werden und sich schließlich auch auf eine höhere Position bewerben.“
Männer und Frauen müssten sich auch in der Familie von alten Rollenbildern lösen, sich gegenseitig unterstützen und für den gesellschaftlichen Wandel sensibilisiert werden – einen Forderung, die sie auch ihren weiblichen und männlichen Studenten vermittelt. Eine angeregte Diskussion zu diesem aktuellen Thema rundete die Veranstaltung ab. WN28.02.12 (ist)