Zonta Club: Benefizveranstaltung beim „Festival des Deutschen Films“
Stark machen für Frauen in Altersarmut

Weinheim/Schwetzingen. Zum fünften Mal engagierten sich Zonta Clubs aus der Metropolregion Rhein-Neckar für eine gemeinsame Sache und gestalteten für ihre Gäste einen Abend beim „Festival des Deutschen Films“ auf der Parkinsel in Ludwigshafen. In diesem Jahr beteiligten sich Zonta Heidelberg, Heidelberg-Kurpfalz, Ludwigshafen, Mannheim, Neustadt, Schwetzingen, Speyer-Germersheim und Weinheim an dem erfolgreichen Event.
Den Erlös aus dem Verkauf der Eintrittskarten inklusive Spendenbeträgen in Höhe von 9000 Euro übergab jetzt die Präsidentin des Zonta Clubs Schwetzingen, Ursula Hornung-Morgenthaler, in Anwesenheit von Vertreterinnen der teilnehmenden Clubs, an die Dienststelle Schwetzingen des Diakonischen Werkes der evangelischen Kirchenbezirke im Rhein-Neckar-Kreis, für den Fonds „Altersarmut und Frauen“.
„Der Gesamterlös aus dieser Filmvorführung geht reihum an die einzelnen Clubs. In diesem Jahr sind wir in Schwetzingen die Glücklichen“, sagte die Präsidentin bei der Scheckübergabe. Damit das Geld optimal eingesetzt wird, wurde in Zusammenarbeit mit Bärbel Morsch, Diakonie Schwetzingen, dieser Fonds gegründet.

Nach ihren Ausführungen sind in Deutschland vor allem Frauen, die durch Kindererziehung und Familienzeiten keine ausreichenden eigenen Rentenansprüche erworben haben, im Alter von Armut bedroht. „Hier möchten wir schnell und unbürokratisch unterstützen und auch der Entstehung von Altersarmut vorbeugen“, so Hornung-Morgenthaler weiter. Zur Organisation und Abwicklung des Projekts stellt das Diakonische Werk seine Infrastruktur und sein Fachwissen in der Sozialberatung zur Verfügung. Verwaltungskosten fallen nicht an.

Unterstützt werden Frauen ab 60 Jahren, die von Armut betroffen sind, aber auch Frauen während der Ausbildung, wenn diese die Perspektive bietet, die Einkommenssituation nachhaltig zu verbessern und somit Armut im Rentenalter vorzubeugen. Der Fonds „Altersarmut und Frauen“ wurde 2007 konzipiert und initiiert vom Zonta Club Heidelberg Kurpfalz. Inzwischen haben mehrere Zonta Clubs der Metropolregion Rhein-Neckar dieses Konzept übernommen. Aus den Aktivitäten kamen bisher knapp 40 000 Euro zusammen. (Mit freundlicher Genehmigung der Weinheimer Nachrichten. 10.12.13 ist) Foto: Zonta

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„Service Clubs für Weinheim“: Erneute Spende für den Kinderförderfonds / 11000 Euro aus vielfältigen Aktivitäten

Der Kinderförderfonds Neckar-Bergstraße ist zu einer verlässlichen Einrichtung geworden, wenn es darum geht, Jugendlichen aus Weinheim und der Region eine individuelle oder projektorientierte Förderung in den Bereichen Sport, Kultur und Schule zukommen zu lassen. Unbürokratisch leistet er seit 2005 Familien mit einem knappen Einkommen schnelle Hilfe, wenn der Vereinsbeitrag, die neuen Sportschuhe, der Gitarrenunterricht oder der Schullandheimaufenthalt aus eigener Tasche nicht zu bezahlen sind. Im Jahr 2012 finanzierte der Fonds 534 Maßnahmen – 329 allein in Weinheim – mit einer Summe von 43 600 Euro.

Die Spenden beliefen sich auf rund 30 500 Euro und waren damit um die Hälfte rückläufig. Daher freuten sich die beiden Initiatorinnen Anne Hansch vom Diakonischen Werk und Ulrike Herrmann vom Caritasverband sehr über den Betrag von 11 000 Euro, den sie jetzt entgegennehmen konnten.

Unter dem Motto „Service Clubs für Weinheim“ übergaben Vertreter von Inner Wheel Club Schriesheim-Weinheim, Ladies’s Circle Weinheim, Lions-Club Weinheim, Rotary Club Weinheim, Round Table 186 Weinheim, Soroptimist International Club Weinheim/Bergstraße, Tangent Club 29 Weinheim und Zonta Club Weinheim ihre Spende. Bereits zum zweiten Mal setzten die Service Clubs ihre Idee um, „gemeinsame Sache“ für die Zweiburgenstadt zu machen. Ihrer individuellen Arbeit und Zielsetzung entsprechend brachte jeder Club Spendengelder auf. Die jeweiligen Aktionen realisierten diese selbstständig und bündelten die Gelder zu einem Betrag.

„Der Kinderförderfonds kann individuell verursachte Not nur in Einzelfällen überwinden helfen, dennoch ermöglicht er uns, vielen Kindern eine Perspektive zu eröffnen und ihre Fähigkeiten und Stärken in einem wichtigen Lebensabschnitt zu fördern“, betonte Hansch. In den sechs Jahren seit Gründung des Kinderförderfonds sind rund 270 000 Euro an Spenden eingegangen, 54 000 Euro stammen von den verschiedenen Weinheimer Service Clubs. Rund 2 800 Maßnahmen wurden bisher mit etwa 230 000 Euro finanziert. „Wir bedanken uns für Ihr außergewöhnliches Engagement, sich trotz der Eigenständigkeit jedes einzelnen Clubs, für einen gemeinsamen Zweck starkzumachen“, sagte Hansch.

Ulrike Hermann zeigte Veränderungen bei den nachfragenden Familien auf. „Es sind vielfach auch solche mit mehreren Kindern, die trotz geregelter Einkünfte nicht mit dem niedrigen Einkommen auskommen und sich an uns wenden.“ Diese Beobachtung unterstrich auch Christian Könemann, Pressereferent des Diakonischen Werks Baden.

Die Armut halte sich zwar in einem wohlhabenden Land wie Baden-Württemberg noch auf moderatem Niveau, dennoch betreffe sie insbesondere Frauen, Alleinerziehenden und kinderreiche Familien. „Dafür, dass dieser Missstand nicht auf die Kinder durchschlägt, sorgen Sie mit Ihrem Engagement für den Kinderförderfonds“, fand auch er anerkennende Worte für die Aktion der der Service Clubs. (30.09.2013 ist)
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Weinheimer Nachrichten

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Zonta Club: Preis für schulisches und gemeinnütziges Engagement junger Frauen zum sechsten Mal vergeben / Gewinnerinnen aus Weinheim, Hemsbach und Ladenburg

Sie schaffen ein „Wir-Gefühl“ in der Stadt

Weinheim. Zum sechsten Mal vergibt der Zonta Club Weinheim den „Young Women in Public Affairs Award“: Preisträgerin ist Ines Klohr, angehende Abiturientin des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums.

Alle zwei Jahre verleiht Zonta Weinheim diese Auszeichnung an junge Frauen, die sich für die Schülergemeinschaft engagieren und weitere ehrenamtliche Tätigkeitenausüben. Angesprochen waren Schülerinnen im Alter von 16 bis 19 Jahren an Schulen oder Hochschulen der Region sowie Frauen in einer Berufsausbildung. Mit Ines Klohr hatten Tanja Unger vom Carl-Benz-Gymnasium Ladenburg und Melanie Marks, Schülerin des Bergstraßen-Gymnasiums Hemsbach ebenfalls ihre Bewerbungen eingereicht, die von einer sechsköpfigen Jury bewertet wurden. Neben fünf Zontian gehörte ihr als externe Jurorin die ehemalige Stadträtin Erika Heuser an. Die Auszeichnung ist mit 300 Euro dotiert.

„Wir freuen uns sehr, drei bemerkenswerte junge Frauen hier zu haben und bewundern ihr starkes Engagement“, sagte Christiane Heck, Präsidentin von Zonta Weinheim bei der Preisverleihung. Die Schirmherrschaft hatte Weinheims Oberbürgermeister Heiner Bernhard übernommen. Er sprach den drei Bewerberinnen seine „aufrichtige Wertschätzung“ aus und lobte die Vergabe des Nachwuchsförderpreises durch Zonta. Bernhard: „Sie schaffen den Rahmen für ein Wir-Gefühl in unserer Stadt.“

Die 18-jährige Preisträgerin engagiert sich seit fünf Jahren für die Schülermitverwaltung. 2012 wurde sie zur Gymnasiumssprecherin gewählt. Sie engagierte sich bei Projekten wie dem Schulball, einem Projekt gegen „Cyber-Mobbing“ oder auch bei der Organisation eines Spendenlaufs für die Partnerschule im afrikanischen Benin sowie bei der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“.
Wichtig war ihr dabei immer, die Gemeinschaft innerhalb des Schulverbundes zu stärken und zu zeigen, was eine Schule alles erreichen kann. Auch in einem Patenprojekt für die Schüler der 5. Klasse und in der Theater-AG wirkte sie mit. Außerschulisch beteiligt sie sich an der Kinder- und Jugendarbeit in ihrer Kirchengemeinde. Nach ihrem Abitur möchte die Gewinnerin ein Praktikum in einem Krankenhaus in Ghana machen und anschließend Medizin studieren.

Melanie Marks, 17-jährige Schülerin aus Hemsbach, engagierte sich zunächst als Klassen- und Kurssprecherin, bis sie auch Schülersprecherin wurde. Sie absolvierte eine Ausbildung als Verkehrsmentorin. Aufgaben im „Dienst des Gemeinwesens“, wie die Ausschreibung es verlangt, übernimmt sie, indem sie mit Mitschülern für Klausuren übt, bei Schulveranstaltungen oder in sozialen Einrichtungen in einer Band Gitarre spielt oder sich bei Gemeindefesten mit einbringt.

Der Schwerpunkt der dritten Kandidatin, Tanja Unger vom Carl-Benz-Gymnasium in Ladenburg liegt in ihrem Engagement für die Schülerzeitung „Tempus“, deren Chefredakteurin sie seit 2010 ist. Während dieser Zeit berichtete sie auch über „heikle“ Themen, etwa über „Borderline-Syndrom“, Alkoholkonsum oder Homosexualität, indem sie betroffene Mitschüler befragte. Ihr Interview zum Thema Selbstverletzung wurde 2011 vom „Spiegel“ als zweitbestes Interview in einer Schülerzeitung ausgezeichnet. Neben ihrem schulischen Einsatz unterstützt sie das Jugendtheater „JuThe“ in Verbindung mit dem Heddesheimer Jugendhaus „Just“. (ist. WN 08.03.2013, Bild: Fritz Kopetzky)
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Weinheimer Nachrichten

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